Aus der Wolfenbütteler Zeitung
(Mit freundlicher Erlaubnis des Karikaturisten Tobias Wagner)

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Braunschweig, 14.3.2008
Günter Eichenlaub, Bürgermeister der Gemeinde Cremlingen, wollte in der Ausgabe der Wolfenbütteler Zeitung vom 18.Januar 2008 gar nichts näheres mehr zum geplanten Gewerbegebiet "Autohof" Cremlingen sagen. Immerhin erfuhr man hier nach Monaten erneut über die weiter bestehende Planung.
6 Wochen später im selben Blatt eine erstaunliche Wandlung des Bürgermeisters, im Interview mit Christine Pelz sprudelt es am 28.Februar 2008 nun fast an bislang vorenthaltenen Mitteilungen an Bürgerinnen und Bürgern?
Wolfenbütteler Zeitung: Für hohe Wellen hat der geplante Autohof an der Autobahnabfahrt Sickte in Cremlingen gesorgt. Wie ist hier der Stand der Dinge?
Günter Eichenlaub: Wir warten auf die geänderten Planungen des Investors. Zwar steht die Gemeinde nach wie vor hinter dem Projekt, für den Investor hingegen wird es nach nicht vorhergesehenen Unwägbarkeiten schwierig, bei hohen Investitionen noch die entsprechende Rendite herauszubekommen. Ich habe meine Zweifel, ob hier überhaupt noch gebaut wird. Ohnehin wäre der bessere Standort die gegenüberliegende Seite, sprich östlich der Landstraße nach Sickte. ...
Wolfenbütteler Zeitung: Wann rechnen Sie denn mit einer Entscheidung?
Günter Eichenlaub: Ich hoffe auf die nächsten zwei Monate. Gleichwohl bleibe ich gelassen.
Nun ist es also gesagt! Es es nicht das bewegte Herz für die unzählig hart arbeitenden Brummi-Fahrer der Autobahn, welches den Bürgermeister der Gemeinde Cremlingern antreibt, denn die Brummi-Fahrer bekommen bald kurz vor Cremlingen an der Autobahn von Kassel nach Berlin die Anzahl der Brummi-Parkplätze welche der "Autohof" bieten sollte. Kostenlos als PWC-Anlagen der Bundesautobahn!
Beim "Autohof"Cremlingen geht es um "Rendite", also um Gewinn für eingesetztes Geld eines "Investors".
"Las Vegas" ist leider so treffend, wie es die Karikatur oben veranschaulicht. Und es wird auch nicht besser, wenn "Las Vegas" nun 100 Meter auf die andere Seite der Straße nach Sickte verlegt werden würde. Betroffene Bürgerinnen und Bürger und ProWabe e.V. lehnen "Las Vegas" mit den Eingriffen in Natur, Umwelt und das tägliche Leben in bäuerlicher Umgebung ab!
Schluss muss endlich sein, dass jeder Kirchturm ein eigenes Gewerbegebiet planen kann, ohne dies mit Bürgerinnen und Bürgern und Nachbargemeinden abzustimmen und dennoch Steuergelder zu verwenden.
Der Braunschweiger Oberbürgermeister Dr.Gerhard Hoffmann dürfte mit seiner Initiative für eine Region Braunschweig den grundsätzlich richtigen Weg weisen.
Konrad Czudaj